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Oktober 2025

Untreue nach § 266 StGB: Was bedeutet der Vorwurf konkret? Der Straftatbestand der Untreue (§ 266 StGB) schützt das Vermögen vor Pflichtverletzungen von Personen, denen besonders verantwortliche Aufgaben anvertraut sind – zum Beispiel Geschäftsführern, Vorständen, Prokuristen, Kassenwarten oder Treuhändern. § 266 StGB kennt zwei Varianten: den Missbrauchstatbestand (jemand nutzt eine formale Vertretungsmacht pflichtwidrig) und den Treubruchstatbestand (jemand verletzt eine Vermögensbetreuungspflicht ohne besondere Rechtsmacht). Kern ist stets: Es muss zu einem Vermögensnachteil kommen, der aus der pflichtwidrigen Handlung resultiert. In der Praxis steht häufig die Frage im Zentrum, ob eine „Vermögensbetreuungspflicht“ überhaupt vorlag und ob tatsächlich ein Nachteil entstanden ist. Bereits hier

Warum dieser Artikel wichtig ist Steuerhinterziehung nach § 370 Abgabenordnung (AO) gehört zu den am häufigsten verfolgten Wirtschaftsstraftaten in Deutschland. Allein in München arbeiten Finanzamt, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft eng zusammen – oft beginnen Verfahren mit einer anonymen Anzeige, Kontrollmitteilungen, Datenabgleichen (z. B. Kontenabfrage) oder einer Betriebsprüfung. Für Betroffene stellt sich sofort die Frage: Droht eine Freiheitsstrafe? Ist eine Selbstanzeige noch möglich? Was sage ich der Steuerfahndung? Dieser Leitfaden erläutert kompakt die Rechtslage, typische Fehler und erfolgserprobte Verteidigungsansätze – mit Fokus auf München und Bayern. Kurzfazit: Steuerhinterziehung ist komplex, weil Steuer- und Strafverfahren parallel laufen. Schweigen schützt – Akteneinsicht gibt es nur über

Einführung: Was ist ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen nach § 315d StGB? Verbotene Kraftfahrzeugrennen gehören zu den häufigsten und zugleich rechtlich komplexen Vorwürfen im Verkehrsstrafrecht. Der Tatbestand ist in § 315d Strafgesetzbuch (StGB) geregelt und erfasst nicht nur klassische Straßenrennen mit mehreren Fahrzeugen, sondern auch sogenannte „Alleinrennen“. Das Gesetz sanktioniert damit riskantes, rücksichtsloses Beschleunigen mit dem Ziel, eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen – auch ohne Gegenspieler. Wer in München auf dem Mittleren Ring, der Leopoldstraße oder der Landsberger Straße zu schnell unterwegs ist und die Grenzen überschreitet, kann schnell in den Fokus polizeilicher Ermittlungen geraten. Als Strafverteidiger in München vertreten wir Beschuldigte in allen

Was bedeutet Insolvenzverschleppung nach § 15a InsO? Insolvenzverschleppung liegt vor, wenn die organschaftlichen Vertreter einer haftungsbeschränkten Gesellschaft den gesetzlich vorgeschriebenen Insolvenzantrag nicht rechtzeitig stellen. Nach § 15a Insolvenzordnung (InsO) muss bei Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) oder Überschuldung (§ 19 InsO) ohne schuldhaftes Zögern ein Insolvenzantrag gestellt werden. Die Höchstfristen betragen in der Regel drei Wochen ab Eintritt der Zahlungsunfähigkeit und – seit der SanInsFoG-Reform – bis zu sechs Wochen ab Eintritt der Überschuldung. „Ohne schuldhaftes Zögern“ bedeutet, dass die Geschäftsleitung nicht abwarten darf, wenn eine Sanierung objektiv nicht mehr realisierbar ist, selbst wenn die Höchstfrist noch nicht verstrichen ist. Der Straftatbestand